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AbschlußberichtStudienzeit 1998 an der Univ. of Queensland, BrisbaneRalf Kohl |
Die Studienzeit an der University
of Queensland war eine Bereicherung, die meinen Studien der Pädagogik (Diplom)
und meiner persönlichen Erfahrung zugute kam. Während der Planungsphase
entschied ich mich für die University of Queensland in Brisbane, Australien.
Eine Entscheidung, die sich bewährt hat. Die University of Queensland wurde
1998 zur besten Universität des Jahres gewählt. Mein Abschlußbericht
zum Stipendienprogramm des DAAD behandelt die persönlichen Erfahrungen
und aktuellen Informationen, die hilfreich sein können um einen Aufenthalt
in Brisbane zu planen und durchzuführen.
Mein Dank geht an Frau Fehrenbach und Frau Schega vom DAAD, die jederzeit hilfsbereit
waren und mit Rat und Tat zur Seite standen. Weiterhin danke ich allen anderen
Mitarbeitern, die mit der Bearbeitung beschäftigt waren und die dieses
Stipendium und somit den Aufenthalt möglich gemacht haben. Auch an die
Mitarbeiter der Hapag-Lloyd Geschäftsreise GmbH ergeht mein Dank für
ihre Kooperation und Hilfsbereitschaft.
Der vorliegende Abschlußbericht
behandelt die Vorbereitung des Auslandaufenthaltes, den Verlauf des Studiums,
die Situation am Studienort, eine wissenschaftliche und persönliche Gesamtbewertung.
Die Vorbereitungsphase erstreckte sich über neun Monate und es galt einige
Hürden zu überwinden, die aber Dank der freundlichen Unterstützung
und Hilfe von allen Seiten zu meistern waren. Der Verlauf des Studiums an der
Gastuniversität war insgesamt positiv zu bewerten und ergänzte sinnvoll
das Studium in Regensburg. Die Situation vor Ort und das Leben in Brisbane war
interessant und abwechslungsreich, hat interkulturelle Erfahrungen ermöglicht
und die Stadt hat ein breitgefächertes kulturelles Angebot bereitgehalten.
Zu bemerken ist jedoch, daß die Studienbedingungen verschieden sind von
denen an deutschen Hochschulen. Es gibt einige Vorteile, aber auch einige kritische
Aspekte. Die persönliche Gesamtbewertung ist jedoch absolut positiv, sowohl
auf das Studium bezogen, als auch auf den persönlichen Erfahrungswert.
Wie bereits erwähnt erstreckte sich die Planungsphase über neuen Monate hinweg, was sich fast als zu kurz erwiesen hat. Der DAAD gibt einen durchaus angemessenen Zeitraum von 1,5 Jahren an. Günstig haben sich im meinen Fall die bestehenden Kontakte zur Gastuniversität ausgewirkt, so daß ein Großteil von Informationen bereits vorhanden waren. Die übrigen Probleme und Hindernisse waren aufgrund der Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der zuständigen Mitarbeiter von den verschiedenen Anlaufstellen (wie z. B. Botschaft, TOEFL-Test oder Arzt) relativ einfach zu bewältigen.
Ein Jahresvisum für Studenten ist relativ einfach erhältlich. Allerdings ist für ein Jahresvisum eine amtsärztliche Untersuchung notwendig, die bei einem autorisierten Arzt stattzufinden hat. (Eine entsprechende Ärzteliste liegt den Botschaftsunterlagen bei) Die Kosten betragen 390 DM für das Visum und etwa 200 DM für die Untersuchung, die nicht von der AOK erstattet werden, wohl aber von einigen privaten Krankenkassen. Die ärztliche Unterlagen werden in der Regel vom Arzt an die Botschaft weitergeleitet. Die Bearbeitungsdauer des Visumantrages schwankt zwischen 4-8 Wochen. Im Normalfall sind von der Botschaft nur schriftliche Anfragen erwünscht, aber in dringende Fälle werden auch vorrangig und telephonisch behandelt.
Zur Vorbereitung meines Aufenthaltes habe ich an der Konferenz 'Hochschulreform in Deutschland und Australien: Herausforderungen für das 21. Jahrhundert' teilgenommen. Sie fand vom 20. bis 22. Januar 1998 in Potsdam statt. Aufgrund der außerordentlichen Situation wurde mir die Teilnahme ermöglicht und eine besondere Konferenzgebühr eingeräumt. Zur weiteren Vertiefung des Gebietes habe ich entsprechende Literatur in der Bibliothek studiert.
Ich habe ein Antragsformular, daß den Informationsunterlagen beigefügt war, an die Universität zurückgeschickt und eine Kurzinformation über meinen Studiengang und das gängige Notensystem beigefügt. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich sämtliche Korrespondenz mit der UQ per E-Mail abgewickelt, was wesentlich schneller und unkomplizierter gewesen ist.
Der Verlauf der zwei Auslandssemester war positiv und hat sich auch in meine Gesamtstudien hervorragend eingefügt. Die Studienstruktur ist nach dem Credit Point System aufgebaut und weitgehend verschult.
Die UQ liegt im Stadtteil St. Lucia, ca. 8 Km vom CBD entfernt. Die Universität ist eine der traditionsreichsten in Australien und wichtiges Zentrum in Forschung und Lehre. Überdies wurde sie in diesem Jahr zur Universität des Jahre in Australien gewählt. Die UQ gehört zu den acht größten Unis im Lande und betreut internationale Studenten aus über 80 verschiedenen Ländern seit fast fünfzig Jahren. Der größte Campus ist St. Lucia, aber sie besitzt auch einen Campus in Gatton und mittlerweile einen weiteren in Ipswich.
Im ersten Semester habe ich vier Kurse belegt, im zweiten vier weitere. Die Struktur des Studiums ist anders, was mich einige Eingewöhnungszeit gekostet hat. Während der Vorlesungen herrscht rege Interaktion zwischen dem Dozenten und den Studenten. In Seminaren ist wesentlich stärker die eigene Meinung und die eigene Erfahrung gefragt. Um die Kurse erfolgreich zu belegen ist meistens eine Hausarbeit, ein Referat und eine abschließende Prüfung verlangt. Die Hausarbeiten schwanken in der Länge von 500 bis 3000 Wörtern. Im folgenden die Kurse und eine kurze Beschreibung:
Überblick über die historischen, sozialem ökonomischen und kulturellen Prozesse, die die Entwicklung australischer Sozialpolitik beeinflussen. Ein weit gefaßter Ansatz zur theoretischen und ideologischen Analyse der Entwicklung von Sozialpolitik und Wohlfahrtsstaat.
Einführung in die Rahmenbedingungen für 'Social Work'. Ermutigung zur kritischen Reflexion der eigenen Sichtweise von Gesellschaft und der eigenen Person. Aufdeckung von Einflüssen in der Entwicklung von Beziehungen zur sozialen Umwelt.
Dies Veranstaltung untersucht die Eindrücke, die Politik, die Mythen und Legenden von und über Australien im 20sten Jahrhundert durch eine Retrospektive auf das koloniale Australien, den ersten Weltkrieg, die Depression in den 30ern, die 'Swinging Sixties' und die nervösen 90er.
Einführung in historisch und
zeitgenössische Sichtweisen des Denkens. Untersuchung des Denkens als individueller
und kollektiver Prozess und den Folgen für Lehren und Lernen.
Schwierig war am Anfang das Halten von Referaten und Diskutieren in der Fremdsprache.
Dies hat sich aber im Laufe der Zeit verbessert. Die Kurse SW 207 und SW 225
sollten mir Einblicke in den Australischen Wohlfahrtsstaat verschaffen. ID 215
hat Eindrücke über Australien vermittelt und ED 203 hat Lehr- und
Lernforschung behandelt. Im zweiten Semester habe ich meinen Schwerpunkt etwas
verlagert und Kurse gewählt, die im Nebenfach von mir belegt werden.
Dieser Kurs behandelt ökonomische Prinzipien. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Verknüpfungen von Ökonomie und Management in Bereichen wie Marketing, Geschäftsstrategien und betriebliches Verhalten.
Es soll grundsätzliches Wissen über die Soziologie vermittelt werden. Im einzelnen werden verschiedene Ansätze des soziologischen Denkens behandelt, Formen soziologischer Methodologie, die Charakteristika zeitgenössischer Gesellschaften und die Richtung sozialer Veränderung.
Dieser Kurs behandelt die markanten Veränderungen, die in der Australischen Gesellschaft, aber auch anderswo stattgefunden haben. Diese Veränderungen sind als Folge von Globalisierung in den sozialen, kulturellen, ökonomischen und politischen Bereichen der Gesellschaft zu sehen.
Ein interdisziplinäres Fach,
das die Ansätze zu Lernen und Wissen er Ureinwohner im traditionellen Kontext
untersucht. Ein weitere Schwerpunkt behandelt die Interaktion von traditioneller
und westlicher Kultur in diesem Zusammenhang.
Die Kurse ID 226, SO 105 und SO248 ergänzen meine Nebenfächer BWL
und Soziologie. Der Kurs ID 202 ist als interdisziplinärer ergänzender
Kurs gedacht, auch um die Kultur des Gastlandes näher kennenzulernen.
Das multikulturelle Brisbane ist mit ca. 1,4 Millionen Einwohnern die drittgrösste Stadt Australiens. Die Stadt selbst wird durchflossen vom 'Brisbane River', der zu vielen Wassersportaktivitäten einlädt. Ursprünglich wurde Brisbane in den 1820ern als Sträflingsstadt geplant.
Brisbane ist die Hauptstadt von
Queensland und liegt an der südlichen Grenze des Staates an der Ostküste
Australiens. Im Norden erstreckt sich der Großraum 'Sunshine Coast' und
im Süden befindet sich die 'Gold Coast', welche zu New South Wales gehört.
Brisbane liegt im subtropischen Klimabereich mit heißen Sommern (durchschnittliche
Temperaturen im Januar 29 Grad und min. 21 Grad, Luftfeuchtigkeit 61%, Regen
162 mm) und milden Wintern (durchschnittliche Temperaturen im Juli max. 20 Grad
und min. 9 Grad, Luftfeuchtigkeit 53%, Regen 57mm). Die mittlere Sonnenscheindauer
beträgt ganzjährig 7,5 Stunden pro Tag. Die Regenzeit dauert von Januar
bis März. Es empfiehlt sich die Mitnahme von viel Sommerbekleidung, aber
auch einigen wärmeren Stücken für die Winterzeit.
Der Lebensstil im multikulturellen Brisbane ist entspannt. Die Menschen schätzen
das Leben in einer Stadt, die groß genug ist, um interessant zu sein,
aber auch klein genug, um freundlich zu sein. Insgesamt entsteht der Eindruck,
daß die Uhren in Brisbane 'etwas langsamer laufen'. Die Lebenshaltungskosten
sind in der Regel etwas niedriger als in Deutschland. Mieten sind niedrig und
in Restaurants läßt sich günstig essen gehen. Die Preise für
Hauptgerichte liegen zwischen 8 und 17 Dollar. Für Selbstversorger ist
eine Preisliste von Lebensmitteln bei Woolworth aufgeführt (Stand Mai 1988).
Der öffentliche Nahverkehr
hat sich in den letzten Jahren verbessert und ist nun gut ausgebaut. Es stehen
Bus, S-Bahn und Fähren zur Verfügung. Der Großraum Brisbane
ist in Sektoren und Zonen unterteilt wofür man Einzelfahrscheine, Wochen-,
Monats- und Studententickets erwerben kann. Die Tarife, Busstrecken und Fahrpläne
haben sich leider einige Tage vor meiner Abfahrt geändert, so daß
ich hierzu keine aktuellen Erfahrungen habe. Alternativ zum öffentlichen
Nahverkehr bietet sich der Kauf eines Privat-PKW an. Fahrzeuge in brauchbaren
Zustand sind in der Regel ab 1000 AUD zu erhalten. Eine Mitgliedschaft im ADAC
ist sinnvoll, da die Mitgliedschaft im RACQ beinhaltet ist ( nur eine Mitteilung
vor Ort ist nötig).
Das Fahrrad bietet keine wirkliche Alternative, denn die Entfernungen sind relativ
gross und die Benutzung ist äußerst gefährlich. Brisbane bietet
zwar über 300 Km Radwege an, aber diese schaffen keine günstigen Verbindungen
zwischen den Vororten und sind eher eine Alternative für den ''Freizeitradler''.
Es sei angemerkt, daß in Australien Helmpflicht besteht. Bei Zuwiderachtung
droht eine Geldstrafe von 30 AUD.
Brisbane bietet außerdem ein vielfältiges kulturelles Leben in Zentren
wie South Bank (ehemaliges Expo '88 Gelände), Queensland Performing Arts
Centre (Theater und Konzerte), Cement Box (Studententheater und Kleinkunst an
der UQ) und dem Stadtteil Fortitude Valley (alternative Kunstszene). Die CBD
bietet einige große Kinos. Alternativ gibt es einige Kinos, die kleinere
Produktionen zeigen auf der George Street (Dendy) und im West End (Village Twin).
Besonders in den ersten Tagen und
Wochen nach der Ankunft in Australien gibt es einige Dinge und Angelegenheiten
zu regeln.
Physisch und psychisch belastend ist die Zeitumstellung zu Dtl (Jet-Lag). Wenn
ausreichend Zeit zur Verfügung steht sollte man sich langsam and die neuen
Verhältnisse anpassen. Wenn nicht, dann empfiehlt es sich den neuen Rhythmus
so schnell wie möglich anzunehmen.
Die Wohnungssuche ist einfach, da die Mietverhältnisse auf Wochenbasis
bestehen, Mietzahlungen im Zwei-Wochen-Turnus erfolgen und daher auch Wohnungen
kurzfristig frei werden. Für möblierte Zimmer sind zwischen 80 und
110 AUD pro Woche zu veranschlagen. Unmöblierte Zimmert sind ab 50 AUD
pro Woche erhältlich. Die Studentenwohnheime auf dem Campus der UQ berechnen
ca. 200 AUD pro Woche, aber stellen alle Mahlzeiten und sind verantwortlich
für die Raumpflege. Mietzahlungen erfolgen gewöhnlich alle zwei Wochen
im voraus und zusätzlich wird eine Kaution in Höhe von zwei Wochenmieten
fällig. Für die Wohnungssuche empfiehlt es sich die Tageszeitung 'Courier
Mail' zu kaufen oder den 'Accommodation Service' der Uni aufzusuchen. Dort ist
man gerne bereit bei der Wohnungssuche behilflich zu sein und es wird sogar
ein Fahrservice bereitgestellt. Die Häuser sind meist aus Holz gebaut.
Jedoch gibt es auch Ziegelhäuser mit ''europäischem '' Komfort. Meistens
sind keine Heizungen eingebaut, so daß die Räume nachts stark abkühlen
können.
Die Eröffnung eines Kontos in Brisbane ist in jedem Falle nützlich.
Dies ist mit der Vorlage eines Personalausweises oder Reisepasses schnell und
problemlos möglich. Es sollte nach Sonderkonditionen für Studenten
gefragt werden. Die Mitnahme von Bargeld in kleinen Mengen ist für die
ersten Tage nach der Ankunft sinnvoll. Besser sind Traveller Cheques (Thomas
Cook oder American Express in der Landeswährung und kleiner Stückelung),
da diese vor Diebstahl geschützt sind und in den meisten Geschäften
auch als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Der Umtausch von Traveller Cheques
ist meist nur in Banken (manchmal auch in Geschäften) möglich, wobei
einige Banken dafür Gebühr verlangen. Kostenlos ist in jedem Fall
der Umtausch bei der jeweiligen Geschäftsstelle der ausstellenden Gesellschaft.
Im Laufe des Jahres ist es auch möglich geworden mit der EC-Karte (5 DM
Gebühr bei der Sparkasse) oder der Eurocard (5 DMca. 1% von der Gesamtsumme)
Geld vom Automaten abzuheben. In der Anfangszeit sind erhöhte Ausgaben
für Mietkaution, Einrichtungsgegenstände und evtl. Nahverkehrsticket
einzukalkulieren. Für das Studium ist mit dem Kauf von Büchern zu
rechnen. Die Universität veranschlagt hierfür 250 AUD pro Semester
in ihren Richtlinien.
Internationale Studenten sind bei der Medibank Private Overseas Healthcare versichert.
Die Versicherung deckt aber keine chronischen oder bereits existierende Krankheiten
und dentale Behandlungen ab. Schwangerschaften sind erst nach einem Aufenthalt
von mehr als sechs Monaten versichert. Es ist daher sinnvoll, in einem dieser
Fälle eine eigene Zusatzversicherung abzuschließen oder die Zusatzversicherung
des DAAD in Anspruch zu nehmen soweit dies möglich ist. Die Arztpraxen
am Campus rechnen direkt mit der Versicherung ab. Üblicherweise wird die
Rechnung vom Patienten beglichen un d dann bei der Versicherung eingereicht.
Das Projekt: Der inhaltliche Rahmen
lautet 'Forschung und Dokumentation in den Bereichen Interkultureller Vergleich
von und Interkulturelle Kooperation bei Qualifizierungsmaßnahmen.' Im
wesentlichen beschränke ich mich hierbei auf das universitäre Hochschulwesen.
Dieses thematische Konzept entstand im Zusammenarbeit mit Professor Dr. E. Prokop.
Die Studien für die Semester nahmen sehr viel Zeit in Anspruch, so daß
relativ wenig Zeit für das Projekt zur Verfügung stand. Jedoch konnte
ich im zweiten Semester die gewählten Kurse besser verwenden, so daß
schlußendlich doch einige Bausteine zusammenkamen, die ich sehr gut verwenden
kann. Die Dozenten kamen meinen Wünschen sehr entgegen. Dies war leider
nicht der Fall im ersten Semester. Erfolgreich war auch die Arbeit in der Bibliothek,
die umfangreicher und aktueller war. Der Grundgedanke, dieses Thema in der Diplomarbeit
zu verwerten, ist nach meinen Erfahrungen durchaus realistisch und auch brauchbar.
Ziel des Aufenthaltes ist es, einen informelle und formelle Qualifizierung im
Bildungsvergleich zu erlangen. Wichtige Eindrücke habe ich während
der vergangenen Semester sammeln können. Die Zeit an der Gastuniversität
ermöglicht Einblicke in das Studiensystem. Es wird mir dadurch ein aktueller
Vergleich der beiden Hochschulsysteme möglich. Während des ersten
Semesters habe ich mich mit dem Umbruch im Australischen Hochschulwesens in
den späten 80ern und seinen sozial- und finanzpolitischen Ursachen beschäftigt.
Die ähnliche Situation im zeitgenössischen Deutschland machte diese
Thema besonders interessant. Während des zweiten Semesters habe ich mich
ein wenig mehr mit der Gastuniversität und den aktuellen Zahlen und seiner
Geschichte beschäftigt. Interessant war auch der Vergleich der Situation
vor Ort mit der Diskussion der Konferenz 'Hochschulreform in Deutschland und
Australien'. Ich hatte an ihr zur Vorbereitung auf meine Thema teilgenommen.
Aufgrund meiner Teilnahme wurde ich kürzlich zur Gründungsveranstaltung
des Deutsch-Australischen Netzwerkes e.V. eingeladen. Dieser Verein hat es sich
zur Aufgabe gemacht, den Austausch von Studierenden und Akademikern auf wissenschaftlicher
und gesellschaftlicher Basis zu fördern.
Abschließend zu meinem Auslandsaufenthalt möchte ich eine kleinere
Arbeit von 15-20 Seiten schreiben, die ich Prof. Dr. Prokop zur Bewertung vorlegen
werde.
Die Universität: Die Universität hat jede erdenkliche Hilfestellung
geleistet, die nötig war. In den Kursen hat man sich leider sehr an das
vorgegebene Kursprogramm gehalten, so daß ein Einfließen eigener
Ideen nicht ohne weiteres möglich war. Die Dozenten und Angestellten der
Universität waren jedoch hilfsbereit und hatten ein offenes Ohr für
jedes Problem. Der Campus und die Einrichtungen waren auf modernsten Stand und
das Studium verlief daher völlig ohne Schwierigkeiten. Besonders erfreulich
fand ich den Zustand der Bibliothek, die wirklich keine Wünsche offenließ.
Der Studienaufenthalt war mit Sicherheit
ein einmaliges und beeindruckendes Erlebnis. Die zwei Semester sind im Fluge
vergangen und das Jahr war hinlänglich, um sinnvoll im Ausland zu studieren,
sich einzugewöhnen und ausreichend Erfahrungen sammeln zu können.
Besonders faszinierend und erlebnisreich waren die soziokulturellen Unterschiede,
die sich im Laufe der Zeit auftun. Zum Beispiel war die Ruhe und Gelassenheit
der 'Einheimischen' in jeder Lebenslage immer wieder aufs Neue bewundernswert.
Im Anhang finden sich dazu Buchtips. Dabei sind lesenswerte Werke, die die Eigenheiten
australischer Wohngemeinschaften zum Thema haben.
Insgesamt war die Zeit in Brisbane für mich und mein Studium eine Bereicherung.
Auch im Englischen habe ich wesentliche Fortschritte erzielt. Für die Zukunft
hoffe ich auch meine Erfahrungen mit anderen Interessierten und bereits dort
Gewesenen teilen zu können.
Australische Botschaft
Godesberger Allee 105
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AAA
Akademisches Auslandsamt
AUD Australischer Dollar
ADAC Allgemeiner Deutscher Automobilclub
CBD Central Business District
Dtl Deutschland
NSW New South Wales
RACQ Royal Automobile Club Queensland
UQ The University of Queensland
Qld Queensland