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"Dieses Land ist so vielfältig"Faculty of Business der Queensland University of Technology (QUT), BrisbaneKerstin Engel |
Kerstin Engel (
k_engel@web.de)
hat von Februar bis Juli 2004 ein Studiensemester an der Faculty of Business
der Queensland University of Technology (QUT) in Brisbane verbracht.
Nach der Zusage durch das akademische Auslandsamt habe ich mich zuerst einmal mit meinen "Mitstreitern" zusammengesetzt und wir haben uns ein wenig abgesprochen, was wir im Vorfeld klären wollen und wie wir uns das Ganze so vorstellen.
Der Antrag für ein Studentenvisum kann bei der Australischen Botschaft herunter geladen werden. Das Visum sollte möglichst drei Monate vor Abflugdatum beantragt werden (nach Auskunft der Botschaft). Bei uns haben allerdings auch drei bis sechs Wochen gereicht. Damit man ein Visum beantragen kann, braucht man vorher noch die Bestätigung der Krankenkasse, dass man versichert ist, und die Bestätigung der Universität, dass man eingeschrieben ist. Natürlich braucht man auch einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate nach der Ausreise aus Australien gültig ist. Die Damen und Herren in der Botschaft sind einem gern telefonisch bei Fragen zum Ausfüllen des Antrages behilflich. Man muss nur Geduld mitbringen, denn es kann passieren, dass man 20 Minuten in der Warteschleife hängt, bevor man jemanden an der Strippe hat.
Kleiner Tipp: Wenn Ihr mehrere Leute seid, könnt Ihr Eure Anträge und Pässe auch alle zusammen versenden, dann spart Ihr Euch zumindest das Einschreiben-Porto, das sonst ja jeder einzeln bezahlen müsste.
Den Flug sollte man so schnell wie möglich buchen, da sonst die günstigen Studentenpreise weg sind. Wir haben bei STA TRAVEL im November/Dezember gebucht und waren recht zufrieden. Eigentlich bieten alle großen Fluggesellschaften Preise für Studenten an, man muss halt nur schnell sein. Man sollte seinen Rückflug nicht zu knapp buchen, da die Universitäten keine Rücksicht darauf nehmen, wenn der Rückflugtermin vor der letzten Klausur liegt.
Damit man sein Visum beantragen kann, muss man vorher eine australische studentische Krankenversicherung abgeschlossen haben: das ist Pflicht. Ich habe mich dabei an den Anbieter gehalten, den die Queensland University of Technology (QUT) empfiehlt: Worldcare. Bei denen kann man im Internet alle Antragsformalitäten erledigen und der Beitrag wird von der Kreditkarte abgebucht. Innerhalb weniger Tage erhält man dann eine E-Mail mit der Bestätigung.
Wenn man dann in Australien angekommen ist, kann man in der International Relations Unit (IRU) seine Krankenkarte abholen oder man ruft bei seinem Anbieter an und bekommt sie zugeschickt. Wenn man einmal einen Arzt besuchen muss, sollte man, wenn möglich, den auf dem Campus nehmen. Dort entstehen, außer für Medikamente, keine Kosten. Wenn man allerdings zu einem anderen Arzt gehen will, muss man eine Gebühr bezahlen, die man sich dann von der Krankenkasse zu 80% wieder holen kann.
Dazu bietet die IRU allerdings in den ersten Wochen auch Informationsvorträge an, in denen dann alles noch einmal genau erzählt wird.
Die QUT verfügt über drei Campus, die in verschiedenen Stadtteilen
von Brisbane angesiedelt sind. Da ich an der Faculty of Business studiert
habe, war ich auf dem Gardens Point Campus.
Dieser war mitten in der Stadt zwischen Brisbane River und Botanischem Garten. Innerhalb von zehn Minuten war man zu Fuß in der Innenstadt und öffentliche Verkehrsmittel fahren auch gleich vor der Tür ab. Direkt auf dem Campus findet man eine Mensa, verschiedene Cafés und Imbissstände, einen Buch- und Schreibwarenladen und ein kleines Sportzentrum. In diesem Sportzentrum hat man die Möglichkeit, schwimmen zu gehen, Sportkurse zu belegen und Gerätetraining zu machen.
Außerdem hat die QUT einen sehr gut ausgestatteten Computerraum, der teilweise auch 24 Stunden geöffnet ist. Dort kann man bei Bedarf auch seinen Laptop an das Netzwerk anschließen. Während der normalen "Bürozeiten" steht den Studenten ein IT-Helpdesk zur Verfügung, welches gern bei Problemen weiterhilft.
Eine Auflistung aller Fächer findet man bei der QUT Unit Outline Search. Dort wählt man sich eine Fakultät aus und erhält dann als Suchergebnis die angebotenen Fächer dieser Fakultät. Die Codes setzen sich zusammen aus einer Abkürzung für die "school" zu der das Fach gehört, einer Kennzahl für das Studienjahr (1 für 1. Jahr, 2 für 2. Jahr usw.) und der eigentlichen Fächernummer. So steht AMB 240 z. B. für ein Fach aus der "School for Advertising, Marketing and PR", das für Studenten des 2. Jahres gedacht ist. Um Fächer auszuwählen, die für das 2. Studienjahr oder noch später vorgesehen sind, muss man meistens so genannte Prerequisites (Voraussetzungen) erfüllen. Bei der ersten Wahl, die auf dem Brief an die QUT angegeben wird, kann man seine Prerequisites also nur mit einem Leistungsschein nachweisen. Da diese für die Uni nicht sonderlich aussagekräftig sind, wird man meistens dann doch in Fächer für das erste Studienjahr gesteckt. Das lässt sich allerdings vor Ort leicht mit den entsprechenden Verantwortlichen klären. In einem kurzen persönlichen Gespräch wird noch einmal abgeklärt, ob man nun die Voraussetzungen für sein Wunschfach hat, und dann bekommt man die Erlaubnis, sich in seinem Wunschfach einzuschreiben. Bei mir hat es eigentlich super geklappt, ich konnte nur eines meiner Wunschfächer nicht belegen, hatte mir aber für den Fall auch schon eine Alternative ausgesucht.
Generell lässt sich sagen, dass in Australien sehr viel mehr Eigenarbeit vom Studenten erwartet wird. Die Kurse teilen sich im Normalfall in eine Lecture (zwei Wochenstunden) und ein Tutorial (eine Wochenstunde) auf. Im Tutorial werden die Inhalte, die vorher in der Lecture vermittelt wurden, weiter vertieft und eventuelle Unklarheiten beseitigt. Außerdem bekommt man im Tutorial seine Hausaufgaben für die nächste Woche. Diese sind dann meistens mit viel Lesen und eventuell auch mit einer Note für die anschließende Ausarbeitung verbunden.
Die internationalen Studenten werden in Brisbane von dem IRU und der International Student Services (ISS) betreut. Diese Betreuung beginnt mit der Flughafenabholung, die vor Anreise "gebucht" werden sollte, geht über gemeinsame Veranstaltungen und Ausflüge und endet mit Informationsvorträgen. Ich fühlte mich während des ganzen Semesters sehr gut von der QUT betreut und das lag nicht zuletzt daran, dass die Mitarbeiter immer ein offenes Ohr für die Belange und Anliegen der internationalen Studenten hatten. Sie helfen gern bei allen Fragen des täglichen Lebens, z. B. Wohnen, gut einkaufen, öffentliche Verkehrsmittel usw. Aber auch wenn es um Universitätsangelegenheiten geht, sind sie immer sehr hilfsbereit, so z. B. bei Fragen zum Kurswechsel oder Klausurvorbereitung.
Bücher kann man sich auf dem Campus im Bookshop kaufen; eine Bücherliste bekommt man entsprechend seiner Fächer im QUT Virtual ausgegeben und kann dann einige Bücher auch online kaufen. Meistens braucht man für jedes Fach mindestens ein Buch, mit dem dann auch wirklich gearbeitet wird. Buchempfehlungen, die man nicht unbedingt für das Fach braucht, stehen auch noch einmal in der Unit Outline, die zu jedem Fach online zur Verfügung steht (OLT= Online Learning and Teaching). Außerdem gibt es auch noch einen Secondhand-Shop für Unibücher, in dem man auch mal ein Schnäppchen machen kann. Man sollte allerdings schnell sein, weil manchmal die Secondhand-Bücher auch schon weg sind. Im Secondhand-Shop kann man übrigens auch die Bücher verkaufen, die man nicht wieder mit nach Deutschland nehmen möchte.
Lehrmaterialien, wie z. B. Formelsammlungen und Vorlesungsskripte, kann man im OLT auf den Seiten des einzelnen Faches herunterladen. Je nach Professor werden die Skripte für die einzelnen Wochen schon am Beginn des Semesters oder jede Woche einzeln hochgeladen. Aufgabenzettel für die Hausaufgaben gibt es auch auf der OLT Seite des einzelnen Faches.
Nachdem man sich dann vor Ort in die endgültigen Fächer eingeschrieben hat, kann man auch seinen Studentenausweis abholen. Auf diesem Ausweis ist dann eine Nummer vermerkt, die gleichzeitig das Pendant zur Matrikelnummer und auch Benutzername für das Computer- und Online-Netzwerk ist. Mit dieser Nummer und einem Passwort, dass man sich noch in der IT abholen muss, kann man sich dann auch ins QUT Virtual einloggen. Dort findet man dann seine persönlichen Daten wie Adresse (dort unbedingt die neue australische Adresse auch eintragen) und die Fächer, in denen man eingeschrieben ist.
Außerdem kann man sich einen Stundenplan mit den Lectures und Tutorials der eingeschriebenen Fächer anzeigen und ausdrucken lassen. Sollte man mit der Uhrzeit seiner Lehrveranstaltungen nicht zufrieden sein, dann kann man die auch teilweise online ändern. Meistens ergibt es sich, je nach Stundenplan, dass man zwei bis drei Tage pro Woche keinen Unterricht hat.
Das Semester ist an der QUT in Wochen aufgeteilt und die Pläne für die Tutorials und Lectures richten sich größtenteils auch nach Wochen. Während Ostern ist eine Woche frei, die allerdings viele Studenten zum Lernen für die Midsemester-Exams nutzen (ich war in Sydney, Canberra und Melbourne). Außerdem waren bei uns der 26. April, der 03. Mai und der 14. Juni Feiertage. Die Lectures und Tutorials werden jedoch nachgeholt. Die letzten zwei Wochen des Semesters sind dann Prüfungswochen, in denen keine Lectures und Tutorials (außer die zum Nachholen von den Feiertagen) stattfinden.
Dieser Punkt war vor der Abreise meine größte Sorge. Wir hatten uns für die erste Woche in ein Hotel eingebucht und mussten dann recht schnell ein Zimmer finden. Bei Ankunft stellte sich jedoch heraus, dass das alles gar kein Problem ist. Die QUT hat ein so genanntes Accomodation Office, das die Anzeigen der einzelnen Vermieter und Immobilienmakler sammelt und nach Stadtteilen geordnet bei sich zur Ansicht hat. Wenn man sich dann für ein Zimmer entschieden hat, vereinbaren die im Accomodation Office beschäftigten Studenten einen Termin mit dem Vermieter und fahren einen sogar zu der Wohnung/dem Haus. Diesen Service kann man bis zu drei Mal in Anspruch nehmen, danach muss man dann selber schauen, wie man zu dem Besichtigungsobjekt kommt.
Es werden generell recht viele (auch möblierte) Zimmer in "shared
houses" angeboten, d. h. man lebt mit anderen Studenten in einem
Haus und teilt sich dann, wie in einer WG, die Küche, das Bad und
auch das Wohnzimmer. Je nach Mietpreis, der übrigens im Normalfall
pro Woche ausgewiesen ist, variiert natürlich auch die Ausstattung.
Meistens sind die Nebenkosten (außer Telefon) schon im Preis enthalten,
man sollte sich das Angebot dahingehend aber sehr genau anschauen.
Wir haben alle drei innerhalb von zwei Tagen ein Zimmer gehabt, es gab
also keine Probleme. Für eine Miete von 120,00 AUD lässt sich
auch schon ein gutes Zimmer, relativ nah zur Uni finden. Ich habe in
einem Haus gewohnt, in dem ich mir mit vier anderen "Internationalen" die
Küche, das Bad und das Wohnzimmer geteilt habe. Im Laufe der Zeit änderte
sich natürlich immer die Zusammensetzung, so dass ich auf folgende
internationale Mitbewohner komme: Koreaner, Chinese, Inder, Slowake,
Australier, Chinesin, Koreanerin, Franzose.
Man sollte noch mit einplanen, dass man normalerweise eine Kaution von vier Wochenmieten zu hinterlegen hat. Diese Kaution bekommt man dann am Ende der Mietzeit wieder. Außerdem sollte man darauf achten, dass in dem Mietvertrag keine Mindestmietdauer steht, da man dann auf jedem Fall für die gesamte Mindestmietdauer zahlen muss (ist natürlich o.k., wenn man auch so lange in dem Zimmer bleibt).
Es gibt auch noch die Möglichkeit, in ein Wohnheim, wie die "Unilodge", zu ziehen. So viel ich weiß, muss man sich dafür schon relativ lange vor Abflug entscheiden (ohne die Zimmer gesehen zu haben) und muss auch für die gesamte Mietzeit schon im Voraus bezahlen. Ansonsten ist es da wohl auch ganz nett.
Generell kann man sagen, dass die Lebenshaltungskosten ähnlich hoch sind, wie in Deutschland. Pro Monat haben sich meine Ausgaben wie folgt zusammengesetzt:
Außerdem musste ich noch ca. 300,00 AUD für meine Bücher zu Beginn des Semesters bezahlen. Ebenfalls zusätzlich sind noch die Kosten für das Ausdrucken der jeweiligen Skripte und Aufgaben pro Woche. Pro Blatt bezahlt man da im QUT-Computerraum 0,10 AUD.
Zu den Kosten der öffentlichen Verkehrsmittel kann ich folgendes sagen: Brisbane ist in drei Zonen eingeteilt, die Innenstadt ist Zone 1 und dann kommt ein breiter Gürtel um die Innenstadt, der ist Zone 2 und weiter weg ist dann Zone 3. Je nachdem, wo man wohnt, bezahlt man dann sein Bus- oder Zugticket für die erste, zweite oder dritte Zone. Da ich nur mit dem Bus gefahren bin, kann ich auch nur dafür sprechen. Ich habe mir immer ein "Ten Trip Saver Ticket" für die Zone 2 gekauft. Damit konnte ich dann zehn mal fahren, habe aber nur acht Fahrten bezahlt. In der Innenstadt fährt auch ein kostenloser Bus eine feste Runde.
So viel ich weiß, wurde kurz vor meiner Abfahrt die Struktur der
Tickets für den ÖPNV geändert, da müsste man sich
also gegebenenfalls noch einmal informieren. Ein Informationsbüro
zu den öffentlichen Verkehrsmitteln ist in der Queens Street unter
dem Myer Centre und in der Central Station.
Bereits im Vorfeld entstehen Kosten für den Flug (ca. 1000,00 Euro),
das Visum (ca. 250,00 Euro), die Krankenversicherung (ca. 100,00 Euro)
und vielleicht noch den Internationalen Führerschein, den Internationalen
Studentenausweis und den Jugendherbergsausweis. Außerdem habe ich
mich im Vorfeld auch noch gegen Hepatitis A und B impfen lassen (rechtzeitig
informieren!), sowie meine allgemeinen Impfungen auffrischen lassen.
Ich empfehle, ein Jugendkonto bei der Deutschen Bank zu eröffnen, da das kostenlos ist für Studenten und man durch eine Partnerschaft mit der australischen Westpac Bank überall in Australien kostenlos Geld holen kann. Damit gab es auch zu keiner Zeit Probleme. Außerdem würde ich jedem dringend empfehlen, eine Kreditkarte zu beantragen. Reisen und Hotels zahlt man in Australien zum überwiegenden Teil damit.
Ich habe fast jede freie Minute zum Reisen genutzt und natürlich
auch einiges gesehen. Aber da Australien so groß ist, bedauere
ich auch, dass ich sehr vieles nicht sehen konnte. Dieses Land ist so
vielfältig: im Norden grenzt Regenwald an das Great Barrier Reef,
im Süden gibt es Pinguine und in der Mitte gibt es den Outback und
den faszinierenden Ayers Rock und in der Nähe von Brisbane gibt
es noch Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt.
Brisbane ist nach diesem Semester eine meiner Lieblingsstädte geworden. Dort herrscht ein sehr angenehmes Klima (im Winter tagsüber ca. 20 °C und Sonnenschein) und die Lage ist auch optimal. Durch seine vielen Parks und den Brisbane River ist die Stadt sehr grün und man findet schnell Erholung. Dazu tragen auch die vielen kostenlose BBQ-Plätze in den Parks bei. Brisbane an sich vermittelt gar nicht den Eindruck, eine Millionenstadt zu sein. Es gibt das Stadtzentrum mit der Einkaufsstrasse (Queen Street) und einigen Hochhäusern, aber ansonsten sind die 1,6 Millionen Einwohner eigentlich nicht so offensichtlich. Wenn man jedoch mal einen Ausflug zum Mt. Coot-tha macht, sieht man sehr schön, wie weit sich die Stadt eigentlich erstreckt. Brisbane ist mein Favorit unter den australischen Städten, da es nicht so hektisch wie Sydney ist und sich ein wenig den Kleinstadtcharakter bewahren konnte. Dennoch mangelt es hier nicht an Clubs, Pubs, Restaurants und kulturellen Angeboten. Donnerstags ist in vielen Pubs Studententag und es gibt das Bier billiger, aber Vorsicht: Bitte keine Thongs (australischer Slang für Flip-Flops) anziehen! Die Lage von Brisbane ist auch optimal, denn in 1,5 Stunden (mit dem Zug) ist man am Surfers Paradise, in 1,5 Stunden ist man nach Sydney geflogen und nach Cairns sind es auch nur 2,5 Stunden mit dem Flugzeug.
Mir hat dieses Semester in Australien sowohl persönlich als auch fachlich sehr viel gebracht. In die Sprache habe ich mich recht schnell herein gefunden und selbst wenn es mal ein paar Schwierigkeiten gab, so wurde mir immer sehr nett von meinen australischen Kommilitonen geholfen. Ich habe sehr gute Freunde in Australien kennen gelernt und hoffe jetzt natürlich, diese Freundschaften auch in Zukunft aufrecht erhalten zu können.
Durch die Herangehensweise aus einem unterschiedlichen kulturellen Blickpunkt konnte ich mir fachlich einige sehr interessante Eindrücke und Denkanstöße mit nach Deutschland nehmen. Die vermittelten Lehrinhalte passten gut zu meinem Studium in Frankfurt und gaben mir darüber hinaus einen kleinen Einblick in die australische Wirtschaft.
Meine Sprachkenntnisse haben sich sehr verbessert, vor allem mein Wortschatz ist enorm gewachsen. Doch auch was die Grammatik und Aussprache angeht, konnte ich durch die Übung und Bestätigung sehr viel mehr an Selbstvertrauen gewinnen.
Die multikulturelle Zusammensetzung Australiens ist an allen Ecken ersichtlich: hier gibt es China-Town, dort einen German Club. Gerade diese Mischung der Kulturen macht die Australier auch so aufgeschlossen gegenüber anderen Nationalitäten. Ich habe zu keiner Zeit einen unfreundlichen Aussie kennen gelernt. Sie bringen einem immer Interesse und auch Verständnis entgegen und so fällt es nicht schwer, sich in Australien sehr schnell willkommen und zu Hause zu fühlen.
Bei Fragen stehe ich natürlich gern zur Verfügung.
Dieser Kurs will internationalen Studenten einen Eindruck über die Kultur und Geschichte Australiens vermitteln. Leider fand ich den Professor und seine Herangehensweise an das Thema furchtbar, so dass ich den Kurs nach zwei Wochen nicht mehr belegt habe. Dazu vielleicht noch eine kleine Episode: als ich am Ende des Semesters mein Lehrbuch im Second Hand Buchladen der Uni wieder verkauft habe, meinte der nette Mitarbeiter an der Kasse nur, das dieses Buch wohl keiner behalten will.
Trotzdem, die Endnote setzt sich wie folgt zusammen:
Da ich als Schwerpunkt in Deutschland Marketing gewählt habe, bot sich dieser Kurs natürlich an. Inhalt waren die theoretischen Grundlagen zum Aufbau eines Marketingplans. Während der Tutorials wurden wir dann in Gruppen eingeteilt und mussten im Laufe des Semesters in dieser Gruppe einen Marketingplan für unsere imaginäre Firma erstellen. (Es konnte natürlich auch eine real existierende Firma sein.)
Die Endnote setzt sich wie folgt zusammen:
In diesem Fach haben wir die Natur und die Funktionen des Internet kennen gelernt. Wir erhielten ein generelles Verständnis für das Internet und seine Wirkung auf Konsumenten, Gesellschaft und die Wirtschaft und haben gelernt, wie man verschiedene Webseiten plant, entwickelt und vermarktet. In diesem Fach hatten wir kein Tutorial, es wurde allerdings erwartet, dass man das Internet als Haupt-Informationsquelle verwendet. Auch hier war eine Gruppenarbeit Bestandteil der Endnote, außerdem musste auch noch eine Hausarbeit abgegeben werden.
Die Endnote setzt sich wie folgt zusammen:
Finanzdienstleistungen sollte mein zweiter Schwerpunkt in Deutschland werden, deshalb wählte ich Finance 1 als drittes Fach. Hier geht es um die Grundlagen der Unternehmensfinanzierung und es wird viel gerechnet. In dem Tutorial mussten jede Woche Hausaufgaben gemacht werden und es wurde stichprobenartig zur Benotung eingesammelt. Schwerpunkt der Vorlesung waren Aktion, Optionsscheine und der Umgang und Berechnungen mit diesen Finanzierungsformen.
Die Endnote setzt sich wie folgt zusammen: